Schauermontag:  Warum wir jährlich Wallfahrten nach Maria Bründl gehen

 


Jedes Jahr - am Pfingstsamstag -  pilgern die Hörersdorfer zu Fuß nach Maria Bründl.  Auslöser für die Schauermontags-Wallfahrt war bekanntlich ein Hagelunwetter im Jahre 1817.


"1817 zerstörte ein fürchterliches Hagelunwetter die Ernte in der Umgebung von Staatz (Schauermontag)." Mit diesen nüchternen Worten steht dieses furchtbare Unglück in der "Dorfchoronik Ameis" geschrieben, das im Jahre 1817 unter anderem auch über Wultendorf, Staatz, Föllim, Ameis, Frättingsdorf, Hörersdorf und Siebenhirten einbrach.


Der Ernteausfall traf die Menschen gerade damals ganz besonders hart. Es war nämlich nicht nur das Unwetter am Schauermontag, das ihnen damals so arg zu schaffen machte.
Abgesehen davon, dass man gerade die Folgen der Kriege gegen Napoleon (bis 1815) zu überstehen hatte, befand man sich mitten im kältesten Jahrzehnt der letzten 500 Jahre. Dabei wurden insbesondere große Teile von Nordamerika und Europa von einer ganzen Serie folgenschwerer Wettererscheinungen heimgesucht. Ein Hinweis darauf findet sich in der Poysdorfer Chronik: "1813 - 1818 waren Missjahre, die kalt und nass waren, so dass die Leute zum Branntwein griffen und statt Brot Erdäpfel aßen."


Auslöser für die Klimaveränderung war ein Vulkanausbruch in Kolumbien (1809). Ein zweiter Vulkanausbruch im heutigen Indonesien im April 1815 führte dann endgültig zur Katastrophe. Die Klimaveränderung beeinflusste das Wetter so arg, dass das Jahr 1816 als Jahr ohne Sommer in die Geschichtsbücher einging. Frost und Schnee das ganze Jahr über, Unwetter, Überschwemmungen, explodierende Lebensmittelpreise und schließlich Hungersnöte waren die Folge.


Das Jahr 1817 begann nicht viel besser. "Vom 19. bis 22. April schneite es so heftig, dass keine 10 Pferde die Wagen in den Straßen im Schnee vorwärts brachten", steht in der Poysdorfer Chronik zu lesen. Dann das große Unglück: Am Schauermontag wurde durch ein Hagelunwetter unsere gesamte so dringend erwartete Ernte des Jahres 1817 zerstört.


Die Folgen der Klimaveränderung wirkten noch viele Jahre nach.


Seit dieser schweren Zeit pilgern die Menschen von vielen Orten aus unserer Region zum "Bittgang" nach Maria Bründl.

 

Quelle: Dorfchronik Ameis, Bericht auf:  Homepage von Ameis

 

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